Event || Harry Potter: The Exhibition in Potsdam

by Marie-Theres Werner

Am 1. März war es endlich soweit: Eine Eule brachte meinen (etwas verspäteten) Hogwarts-Brief. Naja, eher eine Fahrkarte nach Hogwarts. Eigentlich fuhr ich mit dem Auto – das nicht fliegen konnte – und kam auch nicht in Schottland an, sondern in Babelsberg. Okay, gut. Ich habe mir das Ticket selbst gekauft, und es ging auch nicht zur Schule für Hexerei und Zauberei sondern zu einer Filmausstellung von Harry Potter. Aber eigentlich ist das doch fast das Gleiche, oder?
Monatelang fieberte ich auf diese Veranstaltung hin. Als großer Harry Potter Fan und stolzer Hufflepuff konnte ich es kaum erwarten, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und meine Lieblingsschauplätze zu besuchen. Nachdem ich vor ein paar Jahren bei der WarnerBros. Studio Tour in London dabei war, hatte ich eine ungefähre Ahnung, was in Potsdam auf mich warten würde, doch die vergleichsweise kleine Ausstellung hielt auch ein paar Überraschungen bereit: Hätte ich es in der magischen Welt ins Quidditch-Team geschafft? Wäre ich vielleicht ein Streber in Kräuterkunde? Oder würde ich mich abends regelmäßig auf ein paar Felsenkekse in Hagrid Hütte schleichen? Völlig selbstlos könnte ich alle drei Fragen mit „Ja“ beantworten, aber lest selbst…

DIE AUSSTELLUNG

Nach einer etwa zweistündigen Anfahrt kamen mein Freund und ich am Filmpark Babelsberg an. Unsere Tickets hatten wir zuvor online gekauft (19,90€ Normalpreis, 14,90€ ermäßigt) und konnten uns somit direkt beim Einlass anstellen. Da man sich vor der Caligari-Halle, in der die Ausstellung aufgebaut war, noch etwas zu trinken kaufen konnte (Muggel-Getränke – Butterbier war hier leider nicht zu finden), hatte sich die Menschenmasse ziemlich gut verteilt und wir mussten am Eingang gar nicht lange anstehen. In der Halle selbst sah das Ganze dann aber etwas anders aus.

Beim Ticketkauf konnte man sich eine bestimme Zeitspanne aussuchen, in der man die Ausstellung besuchen möchte. Mein Freund und ich entschieden uns für 14.45 Uhr. Alle 15 Minuten wurde eine Gruppe von etwa dreißig Leuten durch die Tore nach Hogsmeade geschickt, das heißt als wir die Halle betraten, standen bereits dreißig Leute für die 14.30 Uhr Vorstellung bei der Fotoleinwand, dreißig Leute der 14.45 Uhr Vorstellung gaben ihre Jacken und Rucksäcke an der Garderobe ab und dreißig Leute für die 15 Uhr Vorstellung bahnten sich langsam ihren Weg in die Caligari-Halle. Während ich mich auf dem Filmpark-Gelände noch freute, wie wenig Menschen sich dort tummelten, mussten wir uns nun zwischen anderen Besuchern einreihen und warten bis es endlich los ging.

Etwas kleiner als die Warner Bros. Studio Tour in London, aber fast genauso aufregend: Die Harry Potter Ausstellung in Potsdam. Klick um zu Tweeten

Kurz bevor sich die Tore öffneten, wurden wir von einer Mitarbeiterin in Harry Potter Stimmung gebracht. „Zu welchem Haus gehört ihr eigentlich?“ oder „Was sind nochmal Horkruxe?“ waren Fragen, die wir alle mit Leichtigkeit und großer Vorfreude beantworten konnten. Dann folgte ein dunkles Klopfen und schweres Rütteln, die Tore wurden geöffnet und man verabschiedete uns mit einem lauten „Viel Spaß in Hogwarts!“

Also, seid ihr bereit? Der folgende Aufbau gleicht in etwa dem Ablauf der Ausstellung. Schritt für Schritt könnt ihr mir (noch einmal) durch Hogwarts und über das Schulgelände folgen.

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ANKUNFT IN HOGSMEADE UND DER SPRECHENDE HUT

Die erste Station war der Sprechende Hut. Normalerweise wird man erst in Hogwarts seinem Haus zugeteilt, doch da die komplette Schule für Hexerei und Zauberei in der Ausstellung detailliert gezeigt wurde, hätte es sich schwierig gestaltet, zwischendrin noch die Einführungsfeier zu veranstalten. Daher hatte es mich absolut nicht gestört, dass wir den Sprechenden Hut noch vor dem Hogwarts Express gesehen haben. Drei Freiwillige wurden also vor unseren Augen ihren Häusern zugeteilt: zwei kamen nach Gryffindor, eine nach Ravenclaw und ihren Gesichtern nach zu urteilen, schienen sie mit der Entscheidung des Huts zufrieden gewesen zu sein.

Als nächstes öffnete sich eine weitere Tür und wir sahen acht große Bildschirme, auf denen uns im Schnelldurchlauf einige Szenen aus den Harry-Potter-Filmen gezeigt wurden. Ich fand es nicht so schön, dass die Filmausschnitte auf Englisch waren, denn in unserer Gruppe befanden sich sowohl Kinder als auch Großeltern, die mit der Fremdsprache nicht so vertraut waren wie einige andere Besucher. Zwar war es nicht sonderlich wichtig, die Schauspieler zu verstehen, denn es war nur ein kleiner Rückblick ins Harry Potter Universum, aufgefallen ist es aber trotzdem.

Nach der kurzen Filmeinführung öffnete sich eine dritte und letzte Tür. Wir sahen den Hogwarts Express und wussten, dass die Ausstellung nun beginnen würde. Die rot-schwarze Lok wurde von einem leichten Nebel umgeben und ich hatte sofort das Bedürfnis, in den Zug zu steigen. Während man bei der Studio Tour in London den kompletten Hogwarts Express sowohl von außen als auch von innen begutachten kann, stand in Potsdam nur die Lok, doch das war okay. Bei den vielen Menschen hätte man es wahrscheinlich nur mit Müh und Not geschafft, sich in einen Waggon zu quetschen.

SCHLAFSÄLE UND KLASSENRÄUME

Nach dem Hogwarts Express reihten sich die ersten Filmartefakte rechts und links eines schmalen Ganges auf. Da wir hier auf die Leute der 14.30 Uhr Gruppe stießen, füllte es sich recht schnell und man musste an manchen Schauplätzen etwas anstehen, um eine gute Sicht auf alles zu bekommen. Ich rede hier natürlich nicht von unglaublich langen Wartezeiten, es waren lediglich nur ein paar Sekunden, doch wenn man sehr aufgeregt ist und es kaum erwarten kann, alles zu begutachten, kann dies wirklich nervig sein.

Nach der Einführungsveranstaltung und der Fahrt nach Hogsmeade, konnte man nun endlich das Innenleben von Hogwarts bestaunen. Klick um zu Tweeten

Nachdem wir den Zug verlassen hatten und in Hogwarts angekommen waren, gingen wir natürlich zuerst in unsere Schlafsäle. Da Harry, Ron und Hermine – die drei Hauptfiguren – tapfere Gryffindors sind, konnten wir uns im Detail ihren Gemeinschaftsraum und den Schlafsaal der Jungs ansehen. Vorbei an der Fetten Dame, die auch uns versuchte von ihren Gesangskünsten zu überzeugen, sahen wir die Himmelbetten von Harry und Ron. Die dunkelroten Vorhänge an den Betten hatten mich schon in den Filmen fasziniert und auch hier stand ich eine Weile davor und versuchte zu verstehen, warum Dumbledore als Schüler versuchte, sie anzuzünden (aus Versehen, natürlich!). Ebenfalls im Schlafsaal sah man die Alltagskleidung und Schuluniformen von Harry und Ron, doch einige Artefakte fand ich willkürlich verteilt. Was hatte das goldene Ei im Schlafsaal zu suchen? Gehörte das nicht eher ins Vertrauensschülerbad oder viel mehr zu den anderen Ausstellungsstücken des Trimagischen Turniers?

©WarnerBros. Entertainment Inc. Harry Potter Publishing Rights ©JKR

Ein Klassenraum, auf den ich mich ganz besonders gefreut hatte, war der von Zaubertränke. Als großer Snape-Fan hatte ich dort einige Augenblicke länger verweilt als an den vorherigen Stationen. Man muss seiner Liebe ja treu bleiben, nicht wahr? Besonders begeistert hatten mich die großen Gläser, in denen die verschiedensten Zutaten aufbewahrt werden. Für mich fühlte es sich genauso an, als würde ich – Hogwarts-Schülerin und Zaubertränke-Ass – vor dem großen Regal stehen, nach den letzten Kräutern für meinen Trank suchen und dabei streng und aufmerksam von Snape beobachtet werden. Der kleine Einblick in den Klassenraum meines Lieblingslehrers war definitiv ein Highlight für mich.

Als Hufflepuff durfte natürlich ein Abstecher zu meiner Hauslehrerin, Professor Sprout, nicht fehlen. Ich denke nicht, dass ich äußerst begabt in Kräuterkunde gewesen wäre (alle meine Pflanzen gehen regelmäßig bei mir ein, weswegen ich nur Plastikblumen in meiner Wohnung stehen habe), doch beim Alraunen-Ziehen habe ich mich gar nicht so dämlich angestellt. Ein großer Pluspunkt, den Potsdam nämlich gegenüber London hatte, sind die interaktiven Stationen. Da ich das letzte Mal vor vier Jahren bei der WarnerBros. Studio Tour war und diese sich auch regelmäßig verändert, weiß ich nicht, wie es dort momentan aussieht, aber bei meinem Besuch durfte man keine der Requisiten anfassen. Doch vor allem für die kleinen Besucher hatte sich der Filmpark Babelsberg hier etwas Tolles überlegt: Im Klassenzimmer für Kräuterkunde durfte man sich selbst einmal im Umtopfen von Alraunen testen. Ohrenschützer gab es nicht – man musste also aus hartem Holz geschnitzt sein – und die Pflanze selbst war auch viel schwerer als ich erwartet hatte, aber ich hielt mich wacker. Niemand wurde ohnmächtig, wenn das kein Anzeichen von Magie ist, dann weiß ich auch nicht.

Im Gegensatz zur Warner Bros. Studio Tour in London, konnte die Filmausstellung in Potsdam mit einigen Highlights begeistern: Interaktive Schauplätze, wie zum Beispiel das Alraunen-Ziehen, verzauberten die Besucher. Klick um zu Tweeten

Eigentlich kein Klassenraum, dafür aber einer der Lieblingsplätze von Harry, Hermine und Ron: Hagrids Hütte. Nachdem ich alle sieben Bände gelesen und alle acht Filme gesehen habe, fühlt sich Hagrids Haus auch für mich ein bisschen wie Heimat an. Es versprüht ein Gefühl von Geborgenheit, Gemütlichkeit und Zufriedenheit und ich fühlte mich mehr als geehrt, in Hagrids großem, braunem Sessel sitzen zu dürfen. Insgesamt kam mir die Hütte recht klein vor, doch das gelegentliche Rütteln von Norberts Ei auf dem Tisch ließ mich solche Gedanken schnell beiseite schieben. Ich konnte Hagrids aufgeregtes „Guck mal, er erkennt seine Mami“ laut und deutlich hören und hätte am liebsten noch einige Minuten länger in der kleinen Hütte verweilt.

Ein Büro, das in den Büchern und Filmen wahrscheinlich Kultstatus erreicht hat, weil es sich ständig änderte und neu dekoriert wurde, ist das von den Professoren für Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Ich hatte mich wirklich darauf gefreut, Lupins Büro zu sehen, da ich das immer sehr geheimnisvoll, aber trotzdem vertrauenserweckend fand. Nachdem ich aber an einer Wand voller Lockhart Portraits vorbeikam, stand ich plötzlich vor einem pinken Raum mit pinken Gardinen, einem pinken Stuhl und einer in pink gekleideten Dame direkt daneben. Es war nicht unbedingt das Büro, das ich erhofft hatte zu sehen, aber ich muss schon sagen, dass der Anblick einiges hergab. Obwohl pink eigentlich keine bedrohliche Farbe ist, fühlte ich mich unwohl. Ich hatte nur Umbridges Kostüm gesehen und empfand sofort tiefe Abneigung. Jetzt weiß ich, wie sich Harry damals beim Nachsitzen gefühlt haben muss. Ohne mich auch nur einmal umzudrehen, ging ich an ihrem Büro vorbei und trauerte Lupins Abwesenheit etwas hinterher.

DIE DUNKLEN KÜNSTE

Nach dem recht schmalen Gang öffnete sich die Ausstellung etwas und die Menschen konnten den Rundgang in unterschiedliche Richtungen fortsetzen. Während viele für die nächste Etappe nach links zum Quidditch-Feld gingen, entschied ich mich, die dunklen Künste zuerst zu besuchen. Die Belichtung wurde sofort düsterer und ich steuerte direkt auf den Verbotenen Wald zu. Neben einigen gefährlichen Tieren, wie zum Beispiel Aragog und dem Ungarischen Hornschwanz, waren auch Verbündete von Harry und seinen Freunden zu sehen. Firenze war wesentlich größer als ich ihn mir vorgestellt hatte, aber Seidenschnabel sah genauso majestätisch aus wie im Film. Eine gewaltige und doch liebenswürdige Figur aus dem Verbotenen Wald hat mir jedoch gefehlt: Grawp, Hagrids Halbbruder. In Der Orden des Phoenix hat sich der Riese sofort einen Platz in meinem Herzen gesichert und ich hätte mich gefreut, wenn auch er ein Teil der Ausstellung gewesen wäre.

Nach den Schlafsälen und Klassenräumen betrat man die dunkle Abteilung der Ausstellung. In düsterer Atmosphäre näherte man sich dem Verbotenen Wald und anderen dunklen Künsten. Klick um zu Tweeten

Nach dem Verbotenen Wald ging es weiter in Voldemorts Reich. Zum einen sah man die Kleidung der Azkaban-Insassen, zum anderen wurden die Horkruxe und auch die Heiligtümer des Todes präsentiert. Während man von „Wanted“-Postern, die einen vor ausgebrochenen Häftlingen warnten, verfolgt wurde, bahnte man sich seinen Weg langsam durch die dunkle Seite der Exhibition. Todesser standen bedrohlich am Rand und ich hatte das Gefühl beobachtet zu werden. Bei den Horkruxen zählte ich natürlich fleißig nach: Tom Riddles Tagebuch, Helga Hufflepuffs Kelch, Salazar Slytherins Medaillon, Rowena Ravenclaws Diadem und Marvolo Gaunts Ring. Wo war Nagini? Ich hoffe wirklich sehr, dass ich sie in dem dunklen Raum einfach übersehen habe, denn so etwas wichtiges, wie Voldemorts Gefährtin zu vergessen, wäre bei einer Harry Potter Ausstellung wirklich fatal.

Am Ende dieses düsteren Abschnittes kam man auch an Tom Riddles Grab vorbei und ich muss sagen, dass ich mir das furchteinflößender vorgestellt hatte. Die Szene auf dem Friedhof in Der Feuerkelch ist von großer Bedeutung für das Fortschreiten der Handlung, denn Lord Voldemort kehrt zurück, und ich hatte vom bloßen Zuschauen eine Gänsehaut vor Anspannung und Nervosität. Als ich aber nun selbst vor dem Grab stand, an dem Harry die Auferstehung mit ansehen musste, empfand ich weder Ehrfurcht noch Angst. Es war lediglich eine Statue ohne weitere Bedeutung und somit verweilte ich dort auch nicht zu lang.

MAGISCHE FESTLICHKEITEN

Nach dem bedrückenden und etwas schaurigen Abteil kamen als nächstes die großen Festlichkeiten. Zuallererst sah man  große Banner und Plakate, die für die Quidditch-Weltmeisterschaft warben. Das fand ich wirklich gut gemacht, da man das Gefühl verliehen bekam, sich direkt im Stadion zu befinden. Nachdem man sich die Kostüme und Besen der Spieler sowie Eintrittskarten, Ferngläser und Quidditch-Bälle ansehen konnte, durfte man sich selbst einmal als Jäger probieren. Auf einem kleinen Quidditch-Feld wurden die drei Ringe aufgestellt, man bekam einen recht schweren Quaffel in die Hand gedrückt und auf „Los“ ging es los. Mein erster Wurf traf leider den Rahmen, doch der zweite ging ohne Probleme durch den mittleren Ring. Quidditch champion in the making? Definitiv!

Zwei weitere große Festlichkeiten des Harry Potter Universums sind das Trimagische Turnier und der damit verbundene Weihnachtsball. In einem recht kleinen Schaukasten wurden der Trimagische Pokal und die Namenszettel, die die Kandidaten in den Feuerkelch warfen, ausgestellt. Hier hatte ich mir doch etwas Pompöseres vorgestellt, schließlich ist der Wettkampf eines der größten Ereignisse in Hogwarts. Auch der Feuerkelch war nicht zu sehen, nur seine Schatulle, und direkt daneben die Kostüme von Fleur, Cedric und Victor. Der längste und wichtigste Handlungsstrang aus dem vierten Teil ging etwas unter. Man sah sich die Schaukästen an und ging an den Kostümen vorbei, doch meine Aufmerksamkeit konnten die Requisiten nicht gewinnen.
Wesentlich besser in Szene gesetzt fand ich dafür den Weihnachtsball. In eisig blauem Licht standen Hermine, Ron, Harry, Cho und Cedric an ihren Sitzplätzen. Auf dem Tisch eine große Eisskulptur, Kristallgläser und geheimnisvolle Windlichter. Beim Anblick von Rons Umhang musste ich grinsen – „Ich sehe aus wie meine Großtante Tessie!“ hallte es in meinen Ohren und ich lauschte ein wenig der festlichen Musik aus den Lautsprechern bevor ich weiterging.

Nachdem man Voldemort besichtigt hatte, ging es in Hogwarts wieder festlich zu. Die Musik des Weihnachtsballs erklang und man konnte die Kleider und Roben der jungen Zauberer und Hexen bestaunen. Klick um zu Tweeten

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GEDANKEN EINES HUFFLEPUFFS

Die Ausstellung hat mir insgesamt sehr gut gefallen und der Eintrittspreis von 15€-20€ hat sich wirklich gelohnt. Zu meinen Highlights gehörten die Klassenzimmer für Zaubertränke und Kräuterkunde, Hagrids Hütte, das Quidditch-Feld und der Weihnachtsball. Dort hat mir sowohl die Präsentation der Artefakte unglaublich gut gefallen als auch die Möglichkeit, einige Sachen selbst auszuprobieren. Neben den fehlenden oder willkürlich dargestellten Requisiten, die ich bereits erwähnt hatte, fand ich es schade, dass es vor der Veranstaltung keine magischen Erfrischungen gab. Zwar konnte man sich an einem Imbiss Getränke holen, doch von Butterbier, Kürbissaft und Elfenwein waren diese weit entfernt.

Vor und während der Ausstellung bekam man ebenfalls die Möglichkeit, sich fotografieren zu lassen – aber natürlich nur für einen gewissen Aufpreis. Für 15€ kauften mein Freund und ich unser Willkommensbild mit Zauberstab (welches letztendlich teurer war als mein Eintrittspreis), lehnten beim Have you seen this wizard? Poster á la Sirius-Black-Style aber dankend ab. Schließlich musste ich mein Geld noch für den anschließenden Shop aufheben. Dieser war zwar wirklich groß, die Auswahl an Produkten aber etwas enttäuschend. Hauptsächlich gab es nur die gleichen Sachen: Pins, Magnete, T-Shirts. Süßigkeiten, Zauberstäbe und Film-Replika gab es zwar auch, schreckten viele aber durch die hohen Preise ab. Da ich ein wirklich großer Harry-Fan bin und so langsam meine kleine Sammlung ausbauen möchte, war es mir das Geld natürlich wert, kann aber verstehen, dass es für viele preislich übertrieben war.

Trotz fehlendem Butterbier und hohen Shop-Preisen war es ein schöner Besuch bei der Harry Potter Ausstellung in Potsdam. Klick um zu Tweeten

Insgesamt hatten wir uns dort etwa zwei Stunden aufgehalten (auf unserem Ticket stand sogar, dass der Rundgang nur etwa eine Stunde dauern würde) und ich fand die Ausstellung von der Größe her auch wirklich in Ordnung. Hier und da hätte man noch einige Schauplätze aus den Harry-Potter-Filmen hinzufügen können – der Fuchsbau der Weasleys war zum Beispiel gar nicht zu sehen – kann aber verstehen, dass aus Platzgründen einige Abstriche gemacht werden mussten. Für mich war es ein wirklich schöner Tagesausflug und ich bin mir sicher, dass ich beim nächsten Mal auch wieder dabei sein werde. Bis dahin fahre ich erstmal mit dem Hogwarts Express nach Hause.

9 comments

Mondkeks 1. Juli 2019 - 14:58

Ich war auch bei der Ausstellung aber als sie noch in Köln war ☺️ fand’s richtig toll!

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Bücherglitzer 27. April 2019 - 9:57

Ich war auch in der Ausstellung und fand es echt toll. Muss unbedingt in die Ausstellung in London! Habe im Shop nur eine Sache gekauft – die Karte des Rumtreibers. Die hatte ich überall gesucht.

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Marie-Theres Werner 27. April 2019 - 10:39

An der Karte des Rumtreibers bin ich auch ein paar Mal dran vorbeigegangen, habe sie letztendlich aber doch nicht gekauft. Ich hatte noch einige andere Dinge in meinem Warenkorb und die 30€ für die Karte hätten mein Budget gesprengt 😀
Von London wirst du bestimmt begeistert sein! Die bauen die Studios ja immer weiter aus, mittlerweile kann man sich sogar Gringotts von innen ansehen. Ich muss da auch unbedingt noch einmal hin 🙂

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Janika 18. März 2019 - 12:20

Liebe Marie,
hach, da bin ich ja glatt ein wenig neidisch, dass du dir die tolle Ausstellung ansehen konntest. Es klingt wirklich absolut großartig! Ich finde deine Einleitung richtig gut! Sie ist soo lustig 😀 Mehr davon!
Alles Liebe
Janika

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Marie-Theres Werner 18. März 2019 - 17:53

Hallo Janika,
danke für deine lieben Worte. Es freut mich, dass dir der Beitrag – und vor allem die Einleitung – gefallen hat 🙂 Die Ausstellung war definitiv ein kleines Highlight für mich und ich hoffe, dass sie bald wieder nach Deutschland kommt.
Liebe Grüße
Marie

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Simone Kircher 16. März 2019 - 14:28

Echt cool! Die Ausstellung würde ich mir auch gerne mal ansehen 🙂 Leider ist Potsdam für einen Ausflug doch zu weit entfernt.
Liebe Grüße, Simone

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Marie-Theres Werner 16. März 2019 - 14:42

Hallo Simone,
vielleicht könnte man das beim nächsten Mal mit einem Wochenende in Potsdam verbinden? Ich hoffe aber auch, dass die Ausstellung mal in andere Städte kommt. Da ich in Düsseldorf wohne und Anfang März nur zu Besuch bei meinen Eltern war, ist Potsdam für einen Tagesausflug auch zu weit weg 😀
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Marie

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Marie von Fausba 15. März 2019 - 14:40

Liebe Marie-Theres,
danke für die vielen Eindrücke welche du gemacht hast.
Ih glaube mein Mann und ich wären dort auch gut aufgehoben gewesen.
Leider ist ein Besuch dort nun ja nicht mehr möglich, doch es wird schon noch mal die Zeit kommen in welcher auch wir in die Harry Potter Welt eintauchen gehen können.
Liebe Grüße
Marie-Theres

Reply
Marie-Theres Werner 15. März 2019 - 14:47

Hallo Marie (es ist echt merkwürdig, jemanden mit seinem eigenen Namen anzusprechen 😀 ),
es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefallen hat. Ich bin mir sicher, dass die Harry Potter Ausstellung noch einmal nach Deutschland kommen wird – dieses Jahr war sie ja auch schon zum zweiten Mal dort – und drücke die Daumen, dass ihr Zeit für einen Besuch finden werdet. Es lohnt sich wirklich!
Liebe Grüße
Marie

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