LiteraTour || Das Schicksal ist ein mieser Verräter in Amsterdam

by Marie-Theres Werner
 Dieser Beitrag enthält Spoiler zum Film Das Schicksal ist ein mieser Verräter

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist nicht nur eine der bewegendsten Teenie-Geschichten, die Rezension zum Jugendbuch von John Green ist außerdem einer der beliebtesten Beiträge auf meinem Blog. Als ich letzte Woche gemeinsam mit meiner Oma in Amsterdam war, kam mir die Idee, die Drehorte des Films zu besuchen. Ich wollte die Stadt aus der Perspektive von Hazel und Gus erleben, wollte sehen, wo sie sich ineinander verliebt haben, ernste Gespräche führten, wo sie der Straßenmusik lauschten und ihr Idol besuchten.

Im anschließenden Beitrag nehme ich euch mit auf eine kleine Tour durch Amsterdam. Die Reihenfolge der Gebäude und Sehenswürdigkeiten ist die gleiche wie im Film Das Schicksal ist ein mieser Verräter. Schritt für Schritt machen wir uns auf die gleiche Reise, die auch Augustus und Hazel hinter sich haben. Außerdem verrate ich euch, wo genau man diese Schauplätze finden kann, damit ihr sie bei eurem nächsten Amsterdam-Urlaub ebenfalls aufsuchen könnt.

DAS HOTEL

Eigentlich kommen Hazel, ihre Mutter und Gus im „Hotel de Filosoof“ unter, aber das Hotel, das man im Film sieht, ist das „American Hotel“ an der Leidsekade 97. Das „Hotel de Filosoof“ soll in der Anna van den Vondelstraat liegen, welches auch ganz in der Nähe von Peter van Houtens Haus steht, doch leider wurde das Hotel in „Pillows“ umbenannt.

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DAS RIJKSMUSEUM

Nach einem Abendessen im Oranje Restaurant, welches es leider nicht in Wirklichkeit gibt, schlendern Hazel und Gus durch das Rijksmuseum an der Museumstraat 1. Hier führt nämlich ein Fahrradtunnel direkt durch das Gebäude und gelegentlich kann man auch Straßenmusikern zusehen. Während ich in Amsterdam war, hatte ich das Glück, eine kleine Gruppe von Streichmusikern zu entdecken und genau wie im Film hallten die weichen Klänge der Violinen durch den Tunnel. Menschen blieben stehen, erfreuten sich an der Musik, andere machten (wie ich) fleißig Bilder – gefühlt habe ich mich auf jeden Fall wie Hazel und Gus: glücklich.

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STRAßENBAHN NUMMER 4

Auf dem Weg zu Peter van Houtens Haus fahren Hazel und Gus mit der Straßenbahnlinie 4. Da ich vom Hauptbahnhof aus zum Vondelpark gefahren bin, musste ich die Linie Nummer 2 nehmen, aber eigentlich sehen auch alle Straßenbahnen gleich aus. (Wusstet ihr, dass man sich sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen der öffentlichen Verkehrsmittel mit seinem Ticket an einem Kontrollsystem ein- und auschecken muss? Ich war völlig fasziniert!)

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PETER VAN HOUTENS HAUS

Peter van Houten wohnt in der Vondelstraat 162, welche sich ganz in der Nähe vom Vondelpark befindet. Dieser lohnt sich übrigens sehr für einen kleinen Spaziergang! Hier treffen Hazel und Gus auf den Autor von Ein herrschaftliches Leiden und erhoffen sich Antworten auf ihre Fragen zum Ende des Buches. Doch van Houten ist alles andere als gastfreundschaftlich: Er weicht ihren Fragen aus, spielt schwedischen Hip-Hop in voller Lautstärke ab und bezeichnet die beiden als „Nebenwirkung eines Evolutionsprozesses, der sich nur wenig für einzelne Leben interessiert.“ Der Besuch in diesem Backsteinhaus ist eine totale Katastrophe, doch Hazel und Gus lassen sich davon nicht den Tag vermiesen.

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ANNE FRANK HAUS

Gemeinsam mit Lidewij, der persönlichen Assistentin von van Houten, besuchen Hazel und Gus das Anne Frank Haus am Westermarkt 20. Hier fühlt sich Hazel zwar mit den vielen Treppen und ihrer geringen Ausdauer konfrontiert, doch sie lässt sich den Besuch nicht nehmen. Mit viel Müh und Not schafft sie es auf den Dachboden des Hinterhauses, wo sich die Familie Frank während des zweiten Weltkrieges versteckte. Gemeinsam mit Gus lauscht sie den Worten von Anne: „In solchen Momenten denke ich nicht an das Elend, sondern an das Schöne, das noch immer übrig bleibt. Geh hinaus und versuche, das Glück in dir selbst zurückzufinden. Denk an all das Schöne, das noch in dir und um dich ist und sei glücklich.“ Anschließend haben Hazel und Gus ihren ersten Kuss.

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DIE BANK

Die Bank repräsentiert einen der wichtigsten und emotionalsten Momente im ganzen Film. Nach ihrem gemeinsamen Kurzurlaub in Amsterdam nimmt Augustus Hazel mit auf einen kleinen Spaziergang und erzählt ihr schließlich auf dieser Bank an der Leidsegracht 2, dass sein Krebs zurück ist: „Ich hatte einen PET Scan und hab geleuchtet wie ein Weihnachtsbaum.“

Es war sehr emotional für mich, zu sehen, wie sich Fans auf dieser Bank verewigt haben. Manche schrieben ihre Lieblingszitate nieder, andere teilten optimistische Botschaften mit ihren Mitmenschen. Man sah viel Liebe, Freundschaft, Trauer und Kraft. Es ist unglaublich, wie viel dieser Moment zwischen Hazel und Gus repräsentiert, wie viele Gefühle er in den Zuschauern auslösen kann. Die Bank gehörte definitiv zu meinen Lieblingsschauplätzen!

2 comments

Yvonne 16. Oktober 2019 - 7:05

Liebe Marie,
das ist ja mal ein wunderschöner Beitrag! Komme tatsächlich erst jetzt zum Lesen 😀 Aber auch wenn ich weder das Buch gelesen habe, noch jemals in Amsterdam war, weckt der Beitrag sofort Interesse! Ich finde die Fotos sehr schön und hätte jetzt auch richtig Lust, mal die Stadt zu erkunden und finde es auch sehr cool, dass es diese Orte vom Film gibt, die man sozusagen abklappern kann. Die Bank ist wirklich ein Highlight.:)

Liebe Grüße
Yvonne

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Andrea 29. September 2019 - 21:37

Toll gemacht! Ich war noch nie in Amsterdam, hab jetzt aber definitiv ein paar Punkte gefunden, die ich unbedingt sehen will!

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