Rezension || Bailey: Ein Freund fürs Leben

by Marie-Theres Werner
WORUM GEHT ES?

„Bailey ist clever, faul und ziemlich frech. Am Ende eines tristen Lebens als Straßenköter fragt er sich, wozu er überhaupt auf der Welt war, und ist verblüfft, plötzlich als wunderschöner Rassehund wiedergeboren zu werden. Der achtjährige Ethan nimmt ihn bei sich auf, und Bailey lernt, was es heißt, einen echten Freund zu haben. Aber seine Reise ist noch nicht beendet, er muss weiterziehen und noch viel lernen. Als er Ethan nach vielen Jahren wiedersieht, ergibt alles plötzlich einen Sinn …“ (Quelle: Heyne Verlag)

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MEINE MEINUNG:

Die ersten paar Kapitel waren nicht unbedingt dazu da, den Leser an das Buch zu binden. Ereignisse wiederholen sich und es wird immer wieder der gleiche Trott beschrieben. Das liegt allerdings daran, dass auch das Leben eines Welpen recht eintönig ist. Würden auf den ersten zwanzig Seiten nur spektakuläre Dinge passieren, hätte ich vielleicht gesagt, es wäre mir zu realitätsfern. Dass das Buch einen von der ersten Seite an fesselt war allerdings nicht der Fall und nach einem Kinofilm, den ich so bewegend fand, ist das ein bisschen schade.

Da das Buch aus der Sicht eines Hundes geschrieben ist, der die Welt zum ersten Mal erkundet, ist sein Sprachvermögen auf den ersten Kapiteln sehr beschränkt. Ich fand es unglaublich süß zu lesen, wie selbstlos und liebevoll Bailey dargestellt wird, doch der recht einfach gehaltene Wortschatz hat den Spannungsbogen für mich etwas nach unten gezogen.
Das besondere an Bailey ist, dass er mehrmals wiedergeboren wird. Als Straßenhund hat er nur ein recht kurzes Leben, doch als er dann als Golden Retriever Männchen erwacht, trifft er schon bald auf den achtjährigen Ethan und erkennt seine Bestimmung: er muss auf den kleinen Jungen aufpassen. Bailey und Ethan werden schnell beste Freunde, Bailey lernt, dass es nicht nur gute Menschen gibt und rettet Ethan sogar das Leben. Doch auch Golden Retriever sind nicht unsterblich und so muss Bailey nach seiner gemeinsamen Zeit mit seinem besten Freund Abschied nehmen.

Als Polizeihund Ellie bekommt Bailey zum ersten Mal eine Aufgabe: er kann Menschen helfen. Er lebt ein spannendes und abenteuerliches Leben, doch Ethan kann er nie vergessen. Er fragt sich oft, wo er wohl sein mag und ob er ihn noch einmal wiedersieht. Jahrelang muss Bailey jedoch ohne seinen besten Freund auskommen. Er lernt neue Menschen kennen, rettet Leben und wird schließlich als Bernhardiner-Mischling von einem lieblosen Paar ausgesetzt. Bailey ist auf sich allein gestellt, verbringt viele Nächte allein im Park, bis ihn seine Spürnase zurück zu Ethan bringt. Dieser ist inzwischen ein alter Mann, der keinen Hund mehr bei sich aufnehmen mag, doch Bailey weiß, dass seine Zeit mit Ethan noch nicht abgelaufen ist.

Als großer Hundeliebhaber muss ich sagen, dass mir das Buch, nach ein paar Anlaufschwierigkeiten, doch sehr gefallen hat. Bailey ist eine unglaublich treue Seele. W. Bruce Cameron hat es geschafft, das liebevolle Wesen seines Helden wahrheitsgetreu aufs Papier zu bringen. Bailey – Ein Freund fürs Leben ist ein Buch mit viel Herz und wenig Spannung.

Hinweis
Diese Rezension sowie die unten stehende abschließende Bewertung basieren einzig und allein auf meiner subjektiven, ehrlichen Meinung. Alle angesprochenen Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge können nicht auf die allgemeine Leserschaft des Buches bezogen werden. 
ECKDATEN ZUM BUCH:

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Quelle: Heyne Verlag

Erscheinungstermin: 09.01.2017
Seiten: 352
ISBN: 978-3-453-50401-1
Autor: W. Bruce Cameron
Originaltitel: A dog’s purpose
Übersetzerin
: Edith Beleites
Preis: 9,99€ (Taschenbuch), 7,99€ (E-Book)

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INFORMATIONEN ZUM AUTOR:

W. Bruce Cameron, 1960 geboren, ist als Kolumnist und Autor international bekannt. Seine Kolumne zur Erziehung von Teenagern war 1995 so populär, dass sie als Buch veröffentlicht wurde, das als Vorlage für die TV-Serie Meine wilden Töchter diente. Bruce Cameron publiziert seine Kolumnen in verschiedenen Zeitungen und arbeitet derzeit an einer Fernsehadaption von So erziehen Sie Ihren Mann. Mit seinem Vorgängeroman Ich gehöre zu dir landete er auf Anhieb einen Bestseller. (Quelle: Heyne Verlag)

2 comments

Max 19. Februar 2018 - 14:42

Ich habe zwar nur den Kiniofilm gesehen, muss aber auch als Mann gestehen: Der war sowas von süß!
Ich glaube die beschränkte Sprache am Anfang würde mich nicht so sehr stören – man wächst mit dem Hund auf und wenn es aus der Bailey-Brille geschrieben ist, dann dürfen auch Bailey-Begriffe verwendet werden. Die fehlende Spannung ist da eine andere Sache. Vielleicht soll die durch die Große Geschichte Bailey-Ethan aufgebaut werden? Kommen die nochmal zusammen? Erinnert sich Ethan an Bailey? Hat Ethan einen neuen Bailey? Wenn das aber nicht in Worten ausgedrückt werden kann, ist das natürlich Schade…

Reply
Marie-Theres Werner 19. Februar 2018 - 14:48

Nein, du hast recht. Im Verlauf des Buches nimmt die Spannung zu und auch die Beziehung zwischen Ethan und Bailey wird sehr emotional beschrieben. Meine kleinen „Kritikpunkte“ waren größtenteils nur auf den Anfang bezogen. Ich hatte so ein Buch noch nie gelesen und musste mich in einen Hundekopf erst einmal „reindenken“ 😀

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