Rezension || Biss zur Mitternachtssonne von Stephenie Meyer

by Marie-Theres Werner
4.8
(4)
WORUM GEHT ES?

„Die Geschichte von Bella und Edward ist weltberühmt! Doch bisher kennen Leser*innen nur Bellas Blick auf diese betörende Liebe gegen jede Vernunft. In Biss zur Mitternachtssonne erzählt nun endlich Edward von ihrer ersten Begegnung, die ihn wie nichts zuvor in seinem Leben auf die Probe stellt, denn Bella ist zugleich Versuchung und Verheißung für ihn. Der Kampf, der in seinem Innern tobt, um sie und ihre Liebe zu retten, verleiht dieser unvergesslichen Geschichte einen neuen, dunkleren Ton.“ (Quelle: Carlsen Verlag)

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MEINE MEINUNG:

Die Geschichte von Twilight ist mittlerweile weltweit bekannt. Fast jeder hat zumindest schon einmal etwas von dem 17-jährigen Mädchen gehört, das sich in einen Vampir verliebt. Für mich hat die Story von Bella und Edward eine ganz besondere Bedeutung, denn es war der erste Roman, den ich komplett durchgelesen hatte – und das nur innerhalb von zwei Tagen. Obwohl ich mich anfangs gesträubt hatte, den Film zu sehen (Ja, ich hatte tatsächlich nicht das Buch zuerst gelesen), war ich letztendlich völlig Feuer und Flamme und habe auch die anderen drei Teile regelrecht verschlungen. Lange Zeit hörte man dann nichts mehr von den Cullens und auch ich hatte mich in der Zwischenzeit in andere Welten vertieft. Doch dann kam plötzlich Biss zur Mitternachtssonne auf den Markt und ich wusste sofort, dass ich meinem 15-jährigen Ich den Gefallen tun muss, Edwards Geschichte zu lesen.

Ich war mir anfangs nicht ganz sicher, was mich erwarten würde, denn Biss zur Mitternachtssonne ist mit seinen 848 Seiten deutlich länger als der erste Twilight-Band, doch ich hatte insgeheim gehofft, etwas mehr über Edward und seine Familie zu erfahren – und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Im Großen und Ganzen wird in Biss zur Mitternachtssonne natürlich die gleiche Geschichte erzählt wie in Twilight, doch da diesmal alles durch Edwards Augen gefiltert wird, bekommt man auch einen guten Einblick in seinen Kopf: Man erfährt, wer er wirklich ist, wie die Cullen-Familie entstand und lernt viel mehr über die Gedanken und Gefühle der anderen Vampire. Ich persönlich bin seit der ersten Stunde ein großer Fan von Alice und Jasper (#TeamJasper) und habe mich daher sehr gefreut, nähere Informationen zu ihrer Beziehung aber auch zu ihrem Kennenlernen und gemeinsamen Leben zu erhalten.

Biss zur Mitternachtssonne war für mich eine sehr nostalgische Lektüre. Es fühlte sich so an, als würde ich auf alte Freunde treffen, die ich eine lange Zeit nicht gesehen habe und das Wiedersehen hat mich sehr berauscht zurückgelassen. Doch hier und da hat mich auch einiges während des Lesens gestört. In Twilight wird Bella als tollpatschig und chaotisch dargestellt, was ich ehrlich gesagt sehr sympathisch finde, denn auch ich bin ein Mensch, der es selten schafft, drei normale Schritte zu gehen ohne dabei zu stolpern. In Edwards Augen ist sie allerdings sehr zerbrechlich (was ich verstehen kann – schließlich ist er ein unverwundbarer Vampir) und wird von ihm schnell als lebensunfähig dargestellt. Immer wieder kreisen seine Gedanken darum, jede freie Minute bei Bella sein zu müssen, da sie ansonsten sterben könnte. Obwohl ich seine Angst nachvollziehen kann, hat mich diese immer wiederkehrende Wiederholung, Bella könnte ohne ihn in einen Unfall verwickelt werden, nach einiger Zeit genervt – schließlich hat sie es auch geschafft, siebzehn Jahre ohne ihn zu überleben.

Ich fand es ebenfalls sehr interessant, wie unterschiedlich Bella auf mich gewirkt hat. In Twilight kam sie mir etwas distanziert und sehr in sich gekehrt vor, doch in Biss zur Mitternachtssonne wird sie eher einfühlsam und aufgeschlossen dargestellt, sodass Edwards Version von Bella nicht mehr mit der Darstellung von Kristen Stewart übereinstimmt.
Insgesamt bin ich aber froh, nach Forks zurückgekehrt zu sein. Biss zur Mitternachtssonne ist eine tolle Ergänzung zur Twilight-Saga und wer mehr über die Cullens und das Vampirleben erfahren möchte, sollte sich Edwards Geschichte nicht entgehen lassen.

Hinweis
Diese Rezension sowie die unten stehende abschließende Bewertung basieren einzig und allein auf meiner subjektiven, ehrlichen Meinung. Alle angesprochenen Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge können nicht auf die allgemeine Leserschaft des Buches bezogen werden. 
ECKDATEN ZUM BUCH:

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Quelle: Carlsen Verlag

Erscheinungstermin: 04.08.2020
Seiten: 848
ISBN: 978-3-551-58446-5
Autorin: Stephenie Meyer
Originaltitel: Midnight Sun
Übersetzer: Henning Ahrens, Sylke Hachmeister, Alexandra Rak, Annette von der Weppen
Preis: 28€ (Hardcover), 19,99€ (E-Book)

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INFORMATIONEN ZUR AUTORIN:

Stephenie Meyer wurde 1973 geboren und lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Arizona, USA. Ihr Debütroman Biss zum Morgengrauen wurde aus dem Stand zum Bestseller und in 37 Sprachen übersetzt. (Quelle: Carlsen Verlag)

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2 comments

Ina 8. Oktober 2020 - 15:52

Ich habe mir das Buch auch gekauft und musste schmunzeln, als ich deine Rezension gelesen habe. Mein 15-jähriges Ich….. Ja, so in etwas dachte ich auch beim Kauf 🙂

Ich habe es noch nicht gelesen, bin nun aber umso gespannter darauf

Reply
Marie-Theres Werner 8. Oktober 2020 - 15:55

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Lesen! 🙂

Reply

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