Rezension || Das Geheimnis der Schwimmerin

by Marie-Theres Werner
WORUM GEHT ES?

„Um einen Fluch zu bannen, musst du seine Quelle finden. Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …“ (Quelle: Limes Verlag)

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MEINE MEINUNG:

Von dem Buch habe ich auf meiner Arbeit erfahren und ich fand den Klappentext so interessant, dass ich mich selbst dazu überredet habe, es mir zu kaufen. Was soll ich sagen, der Weg zur letzten Seite war sehr steinig…
Die Geschichte spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen – in der Gegenwart und im 18. Jahrhundert. Die Handlung steigt an einem 15. Juli ein und erzählt von Simon Watson, der sein Job in der Bibliothek verlieren wird, in dem Haus seiner Eltern wohnt, das droht einzustürzen und ein Buch von einem Unbekannten geschickt bekommt. Dieses mysteriöse Buch gehörte einst einem Zirkusdirektor names Peabody. Damit sind wir auch schon im 18. Jahrhundert. Die Zirkusgruppe von Hermelius Peabody zieht mit den unterschiedlichsten Talenten von Stadt zu Stadt. Akrobaten, Wahrsager, eine Schlangenfrau – der Zirkus ist gut gefüllt, doch eines Tages entdeckt der Direktor einen kleinen Jungen im Wald und entschließt sich dazu ihn bei sich aufzunehmen.

Mit seinem Buch, welches ihm ein gewisser Mr Churchwarry geschickt hat, erfährt Simon, dass sich die Frauen in seiner Familie immer an einem 24. Juli ertränkt haben und da ihn nun bald seine Schwester besuchen wird, liegt es an ihm, diesen Fluch zu brechen. Er bekommt recht schnell heraus, dass alle diese Frauen in einem Zirkus gearbeitet haben und sehr lange die Luft anhalten konnten – ein Ertrinken bei solchen Fähigkeiten ist also eigentlich eher ungewöhnlich – doch weitere Fortschritte macht er während des Verlaufes der Geschichte nicht. Er ist viel zu sehr damit beschäftigt ein Auge auf seine Schwester zu werfen und sein Haus zu retten, dass man eine wirkliche Verbindung zwischen den Toden nicht erfährt.

Nachdem über die Hälfte der Geschichte geschehen war, stellt sich heraus, dass die Zirkusgruppe im 18. Jahrhundert die „Familie“ von Simons Urgroßmutter (oder vielleicht sogar Ururgroßmutter?) war. Einen genaueren Bezug zu Simon, dem Geheimnis um die Schwimmerinnen oder einen wirklichen Sinn für die Handlung liefert diese Erkenntnis allerdings nicht.
Nachdem Simon das Buch mit allen Erinnerungen an seine Mutter und ihren Vorfahren verbrennt, nimmt die Spannung, die auch schon davor nur recht spärlich vorhanden war, ab. Zum Ende hin war ich immer noch total im Dunkeln, würde man mich fragen, ich könnte das Geheimnis um die Meerjungfrauen nicht aufdecken. Genauso wenig könnte ich darauf antworten, was genau der Höhepunkt der Geschichte sein sollte – war es der Einsturz von Simons Haus? Das Ertrinken von Evangeline? Der „Fast-Tod“ von Simon? Ich habe keine Ahnung.

Die Idee der Geschichte, das Leben einer alten Zirkusgruppe mit Geheimnissen und Verschwörungen zu verpacken, die sich noch weit bis in die Gegenwart ziehen, finde ich sehr spannend. Allerdings ist die Umsetzung dieser in Das Geheimnis der Schwimmerin nicht ganz so gut gelungen.

Hinweis
Diese Rezension sowie die unten stehende abschließende Bewertung basieren einzig und allein auf meiner subjektiven, ehrlichen Meinung. Alle angesprochenen Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge können nicht auf die allgemeine Leserschaft des Buches bezogen werden. 
ECKDATEN ZUM BUCH:

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Quelle: Limes Verlag

Erscheinungstermin: 17.10.2016
Seiten: 448
ISBN: 978-3-8090-2648-8
Autorin: Erika Swyler
Originaltitel: The book of speculation
Übersetzer
: Werner Löcher-Lawrence
Preis: 19,99€ (Hardcover), 10,99€ (Taschenbuch), 9,99€ (E-Book), 19,99€ (Hörbuch)

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INFORMATIONEN ZUR AUTORIN:

Erika Swyler besuchte die New York University und hat bereits für die Bühne sowie diverse Literaturmagazine und Anthologien geschrieben. Geboren und aufgewachsen in Long Island, lernte sie schwimmen, noch bevor sie laufen konnte. Vor Kurzem zog sie von Brooklyn zurück in ihren Heimatort, der sie zu ihrem Debüt Das Geheimnis der Schwimmerin inspirierte. (Quelle: Limes Verlag)

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