Rezension || Das Glück und wir dazwischen

by Marie-Theres Werner
Anzeige: Dieses Rezensionsexemplar wurde mir vom Diana Verlag zur Verfügung gestellt.
WORUM GEHT ES?

„Was wäre wenn? Hannah trifft in einer Bar ihre Jugendliebe wieder. Was, wenn sie die Nacht mit Ethan verbringen würde? Ist er derjenige, nach dem sie sich schon immer sehnt? Oder sollte Hannahs Leben eigentlich ganz anders aussehen: mit Henry an ihrer Seite, der ihr nach einem schweren Unfall zeigt, was wirklich wichtig ist? Hannah befindet sich plötzlich gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Leben – aber wo wartet ihr Happy End?“ (Quelle: Diana Verlag)

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MEINE MEINUNG:

Nach Zwei auf Umwegen ist dies mein zweiter Roman, den ich von Taylor Jenkins Reid lese und mal wieder hat sie mich verzaubert. In Das Glück und wir dazwischen geht es vor allem um Schicksal und die Theorie, dass wir in mehreren Universen existieren. Unsinn, sagen die einen. Eine wundervolle Vorstellung, sage ich.

Hannah hat sich nach jahrelanger Reise endlich wieder dazu entschlossen, nach Los Angeles zurückzukehren. Zwar würde sie es nicht als ihr Zuhause betiteln, da ihre Eltern und Schwester schon seit etwa einem Jahrzehnt in London leben, aber Hannah hat das Gefühl, dass sie nur dort wirklich dauerhaft glücklich werden kann. Sie kommt bei ihrer besten Freundin Gabby und deren Mann Mark unter und trifft schon bei ihrer Willkommensparty auf ihre Jugendliebe Ethan.

Dort sieht Hannah alte Freundinnen aus der High School wieder und hat kaum Zeit, sich wirklich mit Ethan zu unterhalten. Schon bald stehen Gabby und Mark vor ihr und fragen, ob sie mit ihnen nach Hause zurück fahren möchte. Und von da an teilt sich die Geschichte in zwei Universen.

1:

Hannah bleibt noch auf der Party. Sie hatte bisher kaum die Gelegenheit sich mit ihrer Jugendliebe zu unterhalten und möchte dies gern nachholen. Die Protagonistin verbringt mit Ethan einen wundervollen Abend und die beiden bemerken, dass der Funke zwischen ihnen noch nicht erloschen ist. Sie kommen wieder zusammen und beginnen sich ein Leben aufzubauen. Doch als Hannah erfährt, dass sie von ihrem Exfreund schwanger ist, wirft dies Ethan aus der Bahn. Er fühlt sich der Herausforderung nicht gewachsen und trennt sich von ihr …

Ich habe Ethan gemocht. Schon von der ersten Seite an spürte ich eine gewisse Sympathie gegenüber diesem Charakter. Mir war klar, dass seine Gefühle für Hannah aufrichtig sind und er eigentlich einer dieser Kerle ist, denen man nur einmal im Leben begegnet. Von seinem Rückzieher war ich dann regelrecht schockiert. Wie kann der Kerl, den ich eben noch für Hannahs große Liebe gehalten habe, ihr so in den Rücken fallen?

2:

Hannah fährt mit Gabby und Mark nach Hause, denn sie will nichts mit Ethan überstürzen. Falls da wirklich noch Gefühle sein sollten, dann werden sie auch eines Tages zueinander finden. Davon ist Hannah jedenfalls überzeugt.
Auf dem Nachhauseweg ist Hannah allerdings in einen schweren Unfall verwickelt und wird ins Krankenhaus gebracht. Hier ist ist sie mehrere Tage bewusstlos, muss das Laufen komplett neu erlernen und vermisst ihre Selbstständigkeit. Doch schon bald trifft sie auf Henry. Anfangs war ich nicht wirklich beeindruckt von ihm. Schließlich ist er nur der Nachtpfleger, der seinem normalen Job nachgeht und hat keine wirklich tragende Rolle für die Geschichte. Nach und nach entsteht aber etwas zwischen den beiden und von einer Zeile zur anderen habe ich mich mit Hannah in ihn verknallt. Henry ist aufrichtig, witzig und zeigt der Protagonistin wie wertvoll das Leben sein kann. Hannah schöpft durch ihn neuen Mut und ist bereit, sich durch den schweren Alltag zu kämpfen. Doch dann wird Henry auf eine andere Station versetzt und die beiden begegnen sich im Krankenhaus nie wieder.

Meine Zuneigung zu Henry hat länger auf sich warten lassen. Ich war nicht von Anfang an so begeistert von ihm wie von Ethan. Ich fand ihn langweilig, weil sich die Geschichte zwischen den beiden nicht wirklich entwickelte. Doch dann bin ich ihm verfallen und war mir trotzdem sicher, dass er nicht der Richtige für Hannah ist …

Wenn Jesse recht hat und es dort draußen noch andere Universen gibt, bin ich Henry wahrscheinlich in einem von ihnen begegnet. Vielleicht haben wir irgendwo zusammengearbeitet. Oder wir sind uns vor Jahren in Texas über den Weg gelaufen. Vielleicht haben wir in derselben Schlange für eine Zimtschnecke angestanden.Taylor Jenkins Reid, Das Glück und wir dazwischen, Diana Verlag

Ich habe Das Glück und wir dazwischen richtig genossen. Die Autorin hat eindeutig ein goldenes Händchen, wenn es um Liebesgeschichten geht. Ich mag ihre Theorie von den unterschiedlichen Universen. Auch ich habe die komische Angewohnheit mir vorzustellen, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert und ich in diesem Universum nun einmal die Entscheidungen treffen sollte, die ich getroffen habe.
Während des Lesens habe ich mich hin- und hergerissen gefühlt. Henrys Charakter gefällt mir wesentlich besser, aber ich bin davon überzeugt, dass es für Hannah nur Ethan gibt. Vielleicht wollte Taylor Jenkins Reid genau das damit erreichen – dass ich mich beim Lesen ebenfalls in zwei Universen befinde. Vielleicht hätte ich die gleichen Entscheidungen wie Hannah getroffen. Vielleicht hätte ich mich aber auch immer mit Ethan verbunden gefühlt, egal was ich für einen anderen empfinde. Vielleicht sollte aber auch alles so passieren, wie es passiert ist. Und auch das ist für mich mehr als genug.

In welchem Universum wollt ihr euch verlieren?

Hinweis
Diese Rezension sowie die unten stehende abschließende Bewertung basieren einzig und allein auf meiner subjektiven, ehrlichen Meinung. Alle angesprochenen Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge können nicht auf die allgemeine Leserschaft des Buches bezogen werden. 
ECKDATEN ZUM BUCH:

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Quelle: Diana Verlag

Erscheinungstermin: 26.06.2017
Seiten: 400
ISBN: 978-3-453-29177-5
Autorin: Taylor Jenkins Reid
Originaltitel: Maybe in another life
Übersetzerin
: Babette Schröder
Preis: 12,99€ (Taschenbuch), 9,99€ (E-Book)

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INFORMATIONEN ZUR AUTORIN:

Taylor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren, studierte am Emerson College in Boston und lebt heute mit ihrem Mann in Los Angeles. Bevor sie ihr erstes Buch Neun Tage und ein Jahrschrieb, war sie für verschiedene Zeitungen tätig. Emmas Herz ist ihr vierter Roman. (Quelle: Diana Verlag)

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