Rezension || Eragon: Das Vermächtnis der Drachenreiter

by Marie-Theres Werner
WORUM GEHT ES?

„Der Wind heulte durch die Nacht und trug einen Duft heran, der die Welt verändern sollte …

Als Eragon auf der Jagd einen glänzenden blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Doch plötzlich rührt sich der Stein. Feine Risse zeichnen sich auf seiner Oberfläche ab – ein Drachenjunges entschlüpft der Schale und es beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt …

Über Nacht wird Eragon in eine schicksalhafte Welt voller Magie und Macht geworfen. Elfen, Zwerge und Monster bevölkern Alagaesia, dessen grenzenlos grausamer Herrscher das Volk unterjocht. Mit nichts als einem Schwert und den Ratschlägen seines Lehrmeisters stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse. An seiner Seite Saphira, der blaue Drache.
Wird Eragon das Erbe der legendären Drachenreiter antreten können? Das Schicksal aller liegt in seiner Hand …“ (Quelle: cbj Verlag)

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MEINE MEINUNG:

Anfangs fiel es mir schwer, mich in die Geschichte hineinzulesen. Ich weiß nicht, ob es am Schreibstil lag oder daran, dass das Genre von den üblichen Büchern, die ich lese, abweicht. Die Welt, die Christopher Paolini erschaffen hat, konnte ich mir nur schwer vorstellen und auch seinen Worten folgen zu können war nicht so einfach für mich. Doch mit jeder Seite fiel es mir leichter. Nach und nach konnte ich eine Bindung zu der Geschichte aufbauen und das Abenteuer von Eragon und Saphira wurde so spannend, dass ich das Buch zum Ende hin gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Christopher Paolini erschuf die Fantasiewelt Alagaësia sehr durchdacht. Der 15-jährige Eragon findet bei einer Jagd einen großen blauen Stein und nimmt ihn mit nach Hause. Zu seiner großen Verwunderung schlüpft schon bald ein kleines Drachenjunge, mit dem Eragon durch seine Berührung eine mentale Verbindung aufweist – mit Hilfe von Telepathie können sich die beiden verständigen. Aufgrund ihrer blauen Farbe, entscheidet sich der Junge für den Namen Saphira, doch schon kurz darauf gilt es seine neue Freundin zu beschützen, denn der König Galbatorix hatte es sich einst zur Aufgabe gemacht, alle Drachenreiter zu vernichten.

Eines Tages überfallen die Ra’zac den Hof von Eragons Onkel Garrow und töten ihn. Um seinen Ort Carvahall zu schützen, entscheidet sich Eragon zu fliehen und nimmt Brom, den alten Geschichtenerzähler als Gefährten mit. Dieser gibt ihm für eine bessere Verteidigung das Schwert Zaroc und bildet ihn im Schwertkampf, als auch in der Anwendung von Magie aus.

Als sie es schaffen, die Ra’zac ausfindig zu machen, endet dies jedoch nicht gut für Brom: im Kampf wird er tödlich verletzt und erzählt Eragon mit letzter Kraft, dass auch er einmal ein Drachenreiter war und dass der Name Saphira seinem Drachenmädchen gehörte.

Nach mehreren Gefangenschaften und Kämpfen schaffen es Eragon und Saphira, gemeinsam mit ihrem neuen Gefährten Murtagh, nach Farthen Dûr, der Hauptstadt der Zwerge. Dort werden sie nach nur kurzer Zeit von Urgals angegriffen. Während des Kampfes tritt auch der Schatten Durza auf, den Eragon zwar vernichten kann, jedoch vorher schlimm verletzt wird und in Ohnmacht fällt…

Die vielen außergewöhnlichen Namen fand ich am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Immer wieder habe ich vergessen, wer wer ist, wie die Stadt nun eigentlich hieß, in die sie reisen wollten, und so weiter. Eragon: Das Vermächtnis der Drachenreiter war für mich kein Buch, das ich als Zeitvertreib einfach mal so nebenbei lesen konnte. Es verlangte sehr viel Aufmerksamkeit von mir ab.
Die Geschichte jedoch fand ich eigentlich schon von Beginn an sehr spannend. Mit jeder Seite wird man tiefer in die Geschichte des Drachenreiters gezogen und es ist fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Ich war ja nie ein sehr großer Fan von Fantasyromanen, da die Geschichten immer zu realitätsfern waren, aber Eragon hat mich doch noch vom Gegenteil überzeugen können.

Ein Buch für alle Abenteurer und die, die selbst schon einmal in großen Schlachten kämpfen wollten.

Hinweis
Diese Rezension sowie die unten stehende abschließende Bewertung basieren einzig und allein auf meiner subjektiven, ehrlichen Meinung. Alle angesprochenen Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge können nicht auf die allgemeine Leserschaft des Buches bezogen werden. 
ECKDATEN ZUM BUCH:

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Quelle: cbj Verlag

Erscheinungstermin: 07.09.2004
Seiten: 608
ISBN: 978-3-570-12803-9
Autor: Christopher Paolini
Originaltitel: Inheritance Trilogy 1: Eragon
Übersetzer
: Joannis Stefanidis
Preis: 25€ (Hardcover), 9,99€ (Taschenbuch), 9,99€ (E-Book), 16,99€ (Hörbuch)

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DIE REIHENFOLGE DER ERAGON-BÜCHER:

Das Vermächtnis der Drachenreiter
Der Auftrag des Ältesten
Die Weisheit des Feuers
Das Erbe der Macht

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INFORMATIONEN ZUM AUTOR:

Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J. R. R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen – und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt, Alagaësia. Eragon erscheint zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September 2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute wird Christopher Paolini weltweit als Autor gefeiert. Er lebt mit seiner Familie in Paradise Valley, Montana. (Quelle: cbj Verlag)

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