Rezension || Latte Igel und der magische Wasserstein

by Marie-Theres Werner
Anzeige: Die Kinokarte für diesen Film wurde mir von Entertainment Kombinat zur Verfügung gestellt.
WORUM GEHT ES?

„Unter den Tieren im Wald herrscht Unruhe. Der nahe Bach ist vor Wochen versiegt, die letzten mühsam gesammelten Wasservorräte gehen dramatisch zur Neige. Trotz der drohenden Not schenkt einzig Igelmädchen Latte den Worten des verschrobenen Raben Korp Glauben, Bärenkönig Bantur hätte den magischen Wasserstein gestohlen und in seiner Palasthöhle versteckt. Demnach wird das Wasser erst wieder fließen, wenn der Stein zurück an seinen Ursprungsort gelangt. Mutig wagt sich Latte auf die weite, ungewisse Reise, fest entschlossen den wasserspendenden Stein zu finden. Völlig unerwartet folgt ihr Tjum, ein schreckhafter und ängstlicher Eichhörnchenjunge. Wegen der großen Gefahren, die außerhalb der Lichtung lauern, will Tjum Latte zum Umkehren überreden. Das stößt jedoch bei dem eigensinnigen Igelmädchen auf taube Ohren. So muss das ungleiche Paar auf einem Weg voller Abenteuer erst noch lernen, einander zu vertrauen.“ (Quelle: Koch Films)

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MEINE MEINUNG:

Prinzessin Latte ist ein freches, stures und sehr selbstsicheres Igelmädchen. Bei den anderen Waldbewohnern kommt die Einzelgängerin nicht gut an, daher versucht sie, sich auch stets aus allem herauszuhalten. Doch auch wenn Latte mit den Hasen, Wildschweinen und Eichhörnchen nicht viel zu tun hat, plagt sie doch alle das gleiche Problem: Im Wald gibt es kein Wasser mehr. Der Boden wird immer trockener und wenn nicht schnell gehandelt wird, dann drohen die Tiere zu verdursten. Es hilft auch nicht weiter, dass ausgerechnet Latte und der Eichhörnchenjunge Tjum bei einer Auseinandersetzung die letzten Wasservorräte vernichtet haben. Während einer Tierkonferenz, bei der das Missgeschick der beiden besprochen wird, erfahren sie von dem Raben Korp, dass es einen magischen Wasserstein gibt, der das Dürreproblem lösen kann.

Das Buch zum Film:

Quelle: Thienemann Verlag

Da Latte als Außenseiterin von den Waldbewohnern nie wirklich ernst genommen wird, beschließt sie in ihrem Übermut, den Wasserstein zu finden und ihn an seinen Platz – auf den Gipfel des Weißen Bergs – zurückzubringen. Ohne mit der Wimper zu zucken, zieht Latte alleine los, nichts ahnend, welche Gefahren und Abenteuer auf sie warten. Tjum, der von Natur aus eher schreckhaft und scheu ist, sorgt sich nach einiger Zeit um das Igelmädchen und reist ihr nach, um sie davon zu überzeugen, wieder nach Hause zu kommen. Doch Latte lässt sich von ihrem Plan nicht abbringen. Sie will den Stein finden und den Wald vor dem Austrocknen retten. Auf ihrer gemeinsamen Reise zum Bärenwald, wo sich der magische Wasserstein verstecken soll, geraten Igel und Eichhörnchen immer wieder aneinander und werden langsam – Schritt für Schritt – zu einem unschlagbaren Team.

In „Latte Igel und der magische Wasserstein“ begeben sich Igel und Eichhörnchen auf ein Abenteuer, um die Waldbewohner vor dem Verdursten zu retten. Klick um zu Tweeten

Latte Igel und der magische Wasserstein ist ein sehr unterhaltsamer Kinderfilm, der den kleinen Zuschauern außerdem aktuelle Probleme des Klimawandels etwas näherbringt. Mit viel Witz und Charme werden die einzelnen Waldbewohner dargestellt: Die Gespräche sind keck, erfrischend und clever eingebaute Redewendungen manchmal zum Schreien komisch. Vor allem das Igelmädchen Latte ist mir besonders ans Herz gewachsen – sie ist selbstbewusst, nicht auf den Mund gefallen und hat das Herz am rechten Fleck. Gemeinsam mit Tjum, der eigentlich das komplette Gegenteil von ihr ist, bilden sie ein Gespann, dem man förmlich an den Lippen klebt und mit viel Begeisterung verfolgt. Auch die Animationen haben es mir richtig angetan: Egal ob Blumen, die in der Krötenhöhle in Neonfarben leuchten, oder türkisfarben strahlendes Wasser – die mystische und teilweise auch magische Atmosphäre hing mir noch lange nach meinem Kinobesuch nach. Latte Igel und der magische Wasserstein ist ein aufregender, unterhaltsamer und herzergreifender Film, den ich sowohl kleinen als auch großen Kindern sehr ans Herz lege.

Hinweis
Diese Rezension sowie die unten stehende abschließende Bewertung basieren einzig und allein auf meiner subjektiven, ehrlichen Meinung. Alle angesprochenen Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge können nicht auf das allgemeine Publikum des Filmes bezogen werden. 
ECKDATEN ZUM FILM:

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© 2019 Koch Films

Erscheinungstermin: 25.12.2019
Laufzeit: 82 Minuten
Regisseure: Regina Welker, Nina Wels 
Drehbuch
: Andrea Deppert, Martin Behnke
Produzenten: Lilian Klages, Thomas G. Müller, Jan Goossen, Mark Mertens

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INFORMATIONEN ZU DEN REGISSEURINNEN:

Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Producerin Regina Welker, geboren 1984 in Fürth, ist Absolventin des Animationsinstituts Ludwigsburg. Während des Studiums konnte sie bereits Erfahrung im Bereich Regie und als Animatorin bei ihren Kurzfilmen Krake und Farbzwerge sammeln. Als Produzentin gehen die Kurzfilme Loom und Mobile auf ihr Konto. Nach ihrem Abschluss fasste sie in der Werbebranche Fuß und führte bei über 15 Kurz- und Werbefilm-Produktionen Regie. Latte Igel und der magische Wasserstein ist ihr erster Animations-Langfilm. (Quelle: Koch Films)

Mit Der kleine Drache Kokosnuss (2014) und Ritter Rost (2013) führte Nina Wels bereits bei zwei abendfüllenden Animationsfilmen Regie, außerdem bei den TV-Serien Jonalu (erste Staffel) und Mia and Me – Abenteuer in Centopia (2 Episoden, dritte Staffel). 2019 veröffentlichte Nina Wels auch ihren ersten Roman: Eislicht – Das Geheimnis von Troldhule. Sie absolvierte ihre Ausbildung in der Animationsabteilung der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und arbeitete u.a. an Lissi und der wilde Kaiser (2007), Der Froschkönig (2008) und Jasper und das Limonadenkomplott (2007) mit. Auch im Bereich Visual Effects hat sie zahlreiche Credits, u.a. bei Der kleine Vampir (2000) und Das Sandmännchen – Abenteuer im Traumland (2010). (Quelle: Koch Films)

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