Rezept || Es weihnachtet in Hogwarts: Christmas Trifle

by Marie-Theres Werner

WEIHNACHTEN IN HOGWARTS

Wenn ich die Worte „Weihnachten in Hogwarts“ höre, denke ich an eine gemütlich geschmückte Große Halle, an Tische, auf denen sich eine Leckerei nach der anderen stapelt und an Geschenke im Gemeinschaftsraum. Ich denke an Freunde, die das Fest zusammen feiern, an den Schnee, der Hogwarts aussehen lässt wie ein Märchenschloss, und an Eulen, die die Weihnachtspost aus der Luft rieseln lassen. Wie die meisten von euch wahrscheinlich auch, warte ich ebenfalls seit ungefähr dreizehn Jahren auf meinen verschollenen Brief, der mir mitteilt, dass ich mit gepacktem Koffer am 1. September an Gleis 9 ¾ eintreffen soll. Oft habe ich mir vorgestellt, wie mein Leben in Hogwarts wohl aussehen würde: Welches Fach liegt mir am meisten? Mit welchem Lehrer komme ich am besten klar? Doch wenn es einen Zeitpunkt gibt, an dem ich es wirklich bereue, keine Hexe zu sein, dann ist das an Weihnachten.

Bei den Worten „Weihnachten in Hogwarts“ denke ich an Freunde, an den Schnee, der Hogwarts aussehen lässt wie ein Märchenschloss und an Eulen, die die Weihnachtspost bringen. Klick um zu Tweeten

Da ich also kein Festmahl mit meinen Freunden in der Großen Halle erleben werde, habe ich mir gedacht, eine typisch britische und damit auch potterliche Spezialität nach Hause zu holen. Das Christmas Trifle ist eine berühmte Nachspeise bei englischen Familien und auch Ron hat sich das ein oder andere Mal damit den Bauch vollgeschlagen.

Also, los geht’s. Holen wir uns ein bisschen Hogwarts nach Deutschland.

    

DAS HARRY-POTTER-KOCHBUCH

„Hört man Kürbissaft und Kesselkuchen, fühlt man sich sogleich in die Große Halle der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei versetzt. Dabei hat die kulinarische Welt der Zauberer und Hexen noch viel mehr zu bieten: Von Felsenkeksen über Butterbier bis hin zu Siruptorte und deftigem Braten enthält jeder der 7 Bände eine Vielzahl an Rezepten für jede Tageszeit und jede Lebenslage. Das inoffizielle Harry-Potter-Kochbuch versammelt über 150 magische Rezepte, leicht umsetzbar und Schritt für Schritt erklärt. Mit diesem Buch braucht man keine Hauselfen, um ein leckeres Gericht zuzubereiten, das sogar einen finsteren Kobold zum Lächeln bringen kann. Das unverzichtbare Geschenk für jeden Fan!“
Dinah Bucholz ist nicht nur bekannt für ihre hervorragenden Desserts, sondern auch noch Vollzeitmutter von vier Kindern, mit denen sie in Philadelphia wohnt. Ihre Leidenschaften fürs Kochen und für Harry Potter hat sie in diesem zauberhaften Kochbuch vereint. (Quelle: Riva Verlag)

Quelle: Riva Verlag

Erscheinungstermin: 23.09.2016
Seiten: 256
ISBN: 9783742300294
Autor: Dinah Bucholz
Originaltitel: The Unofficial Harry Potter Cookbook
Übersetzerin: Birgit Walter
Preis: 19,99€ (Hardcover), 15,99€ (E-Book)

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DAS CHRISTMAS TRIFLE

Bereits drei Portionen Trifle hatten Crabbe und Goyle gegessen, als sie sich auch noch die Schokoladenkuchen in die Münder stopften, die Hermine im zweiten Teil Harry Potter und die Kammer des Schreckens mit einem Schlaftrank gefüllt hatte. Mein Trifle beinhaltet zwar keine Schlafpillen, doch es ist schon vorgekommen, dass sich der ein oder andere Gast mehr als eine Portion gegönnt hat. Die Zubereitung ist eigentlich relativ simpel und geht auch ziemlich schnell. Wenn man also spontan am Weihnachtsmorgen noch ein Dessert für das große Essen am Abend braucht, kann man sich getrost an das Trifle-Rezept wagen.

Die Zutaten sind ganz leicht im Supermarkt zu finden und ich musste nicht, wie zum Beispiel bei den Kürbispasteten, improvisieren. Als erstes habe ich den Vanillepudding angerührt. Da man diesen selbst herstellt und nicht einfach einen aus der Tüte nimmt, bedarf es hier ein wenig Geschick. Ich hatte vorher noch nie mit Speisestärke gearbeitet und war daher sehr überrascht, wie schnell der Pudding dickflüssig wird. Außerdem braucht man ein paar Muckis in den Armen, da sich keine Bläschen bilden dürfen und man ein paar Minuten nur mit Rühren beschäftigt ist, doch es lief alles erstaunlich gut.

Bereits drei Portionen Trifle hatten Crabbe und Goyle gegessen, als sie sich auch noch die Schokoladenkuchen in die Münder stopften, die Hermine im zweiten Teil mit einem Schlaftrank gefüllt hatte. Klick um zu Tweeten

Sobald der Pudding im Kühlschrank steht, geht der Rest eher gemütlich zu. Da ich keine übrig gebliebenen Stücke Weihnachtskuchen hatte, habe ich mir im Supermarkt einen Topfkuchen gekauft. Diesen habe ich dann in Stücke geschnitten und mit Marmelade bestrichen. Hier ein kleiner Tipp: Am besten verrührt man die Kuchenstücke mit der Marmelade, anstatt sie zu bestreichen. Der Kuchen verklebt sehr schnell mit der Konfitüre und man bekommt Schwierigkeiten, die Marmelade gleichmäßig zu verteilen. Verrührt man alles miteinander in einer Schüssel, kann man dieses Problem umgehen.

Zum Schluss schlägt man noch die Crème double, den Puderzucker und Vanilleextrakt steif. Da die Crème double ausverkauft war, bin ich auf Mascarpone umgestiegen und das hat auch wunderbar geklappt.

Christmas Trifle

Wenn ich die Worte „Weihnachten in Hogwarts“ höre, denke ich an eine gemütlich geschmückte Große Halle, an Tische, auf denen sich eine Leckerei nach der anderen stapelt und an Geschenke im Gemeinschaftsraum. Ich denke an… Rezepte Nachtisch, Dessert, Kuchen, Pudding Britisch Drucken
Portionen: 8-10 Schälchen Kochzeit:
Nährwertangaben 200 Kalorien 20 grams Fett
Bewertung 5.0/5
( 2 Stimme(n) )

Zutaten

  • 360ml Milch
  • 2 EL Speisestärke
  • 140g brauner Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 große Eigelbe
  • 30g Butter
  • ¼ TL Rumaroma oder ½ TL Vanilleextrakt
  • übrig gebliebene Stücke Weihnachtskuchen
  • 80g Marmelade
  • 240ml Crème double
  • 30g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Gemahlene Muskatnuss oder Zimt zum Bestreuen

So wird's gemacht

  1. Milch, Speisestärke, Zucker und Salz in einem mittelgroßen Topf verrühren, bis sich die Speisestärke aufgelöst hat. Bei mittelhoher Temperatur unter ständigem Rühren erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen. Den Eigelben unter ständigem Rühren 120ml der heißen Milchmischung zugeben, dann die Eigelbmischung unter Rühren in den Topf gießen. Das Ganze kochen lassen, bis es dickflüssig ist und sich Blasen bilden. Dabei ständig umrühren. Den Topf vom Herd nehmen, die Butter und das Rumaroma bzw. den Vanilleextrakt einrühren. Die Creme mit einem Gummischaber durch ein Sieb streichen. Die Oberfläche sofort mit Frischhaltefolie bedecken, damit sich keine Haut bildet.
  2. Einige Scheiben Weihnachtskuchen zerbröckeln. Die Kuchenbrocken in eine 6 bis 7cm tiefe Dessertschale (vorzugsweise aus Glas) mit 22cm Durchmesser streuen. Die Kuchenbrocken sollten etwa 4cm hoch reichen. Die Marmelade so gut es geht auf den Kuchenbrocken verteilen – die Brocken kleben schnell daran fest. Anschließend die Creme in die Schüssel füllen und glatt streichen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank durchkühlen lassen. Diese Mischung kannst du im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahren.
  3. Vor dem Anrichten Crème double, Puderzucker und Vanilleextrakt in einer Rührschüssel steif schlagen und auf dem Trifle verteilen oder mit einem Spritzbeutel auftragen. Zum Schluss mit gemahlener Muskatnuss oder mit Zimt bestreuen.

Im Rezept steht, dass man das Trifle vor dem Servieren noch mit Zimt bestreuen kann. Ich hatte allerdings noch ein paar Kuchenstücke über und hatte mich dazu entschlossen, diese auf dem Trifle zu verteilen. Wer Kuchen mag, dem würde ich das sehr empfehlen. Wer aber lieber den Pudding genießen möchte, sollte bei der unteren Kuchenschicht bleiben. Durch die Mischung aus Vanille, Zimt und Schokolade schmeckt das Trifle herrlich weihnachtlich und wird dieses Jahr auf unserem Festtagstisch nicht fehlen.

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